
DICHTUNG & TEXTE
Zwischen Wirklichkeit und Poesie
Wo Erinnerungen leben, Gedanken fühlen und Sprache erzählt.
Die Worte unserer Sprache, unseres Seins, unserer Kindheit lebten lang bevor wir sie kannten. Sie sind Wegweiser unserer Gefühle. Vielleicht aber lebte die Seele schon vor der Sprache? Und woher kommen die Gedanken? Den Worten inne? Der Sprache vorbestimmt? Meine Gefühle gehören nur mir und sind doch nicht einzigartig. Wenn die Gedanken bestimmen, wer wir sind, dann brauchen unsere Worte Schutz, manche einen Zaun, andere ein Warnschild. Oder bestimmt mein Ich die immer gleichen Vorstellungen durch die feste Instanz Wort? Dem Papier überlassen, ruhen die Worte wie ein stummer, wartender Sinn, der einst aus Gefühlen entstand und wieder zu einem solchen wird. Gleich, ähnlich, anders. Es entscheidet sich im Ich.
Ich denke, wer ich bin, deshalb vergaß ich, wer ich war.
WERKE und TEXTE
Also schreibe ich, was in mir spricht, wie das Wort am Ende des Gefühls.

ESSAYS
Herzverwandt – Lyrik
Die Mystik des Lebens lässt sich nur mit der Seele erkennen. Jene aber
zu begreifen, ist wiederum so mystisch und unmöglich wie eine
Klarsicht im dichten Nebel. Ein Lyrikband über alles, was das Herz
bewegt – manchmal leicht und manchmal schwer; über das Dasein
genauso wie über den Tod, über die Liebe – natürlich – sowie
Einsamkeit, über den Menschen und sein Treiben. Gedichte, die das
Leben erfassen und die Seele versuchen zu verstehen.
Ehrlich, einfühlsam und erhellend.


Berlin, Germany – August 24, 2006: The Palast der Republik – Bildnachweis:
holgs, gettyimages
Palast der Republik
aus den Kolumnen
Neben meinen eigenen Projekten arbeite ich mit und für andere.

Die Steigerung des Übels
- aus 'Die Menschin' -
Ein krankes Herz
ein krankes Volk
ein kranker Planet
ein hungriger Bauch
viele hungernde Menschen
zu viele verhungerte Kinder
eine weinende Mutter
ein klagendes Volk
Krieg
eine kleine Notlüge
ein Schulbuch
eine betrogene Generation
ein zerstörter Wald
eine errichtete Stadt
alles vernichtende Millionenmetropolen
ein zerbrochener Spiegel
ein gebrochener Mann
eine irreparable Menschheit.

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